[Rezension] “Lvstprinzip” von Theresa Lachner

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Cover “Lvstprinzip” von Theresa Lachner (Quelle)

Zu laut, zu freizügig, zu nachdenklich, zu dick, zu dünn, zu erfolgreich, zu selbstkritisch, zu viele Gefühle auf einmal – irgendwie sind wir immer entweder »zu« oder »nicht genug«. Aber wie fühlt man sich eigentlich richtig? Theresa Lachner hat lange relativiert, meditiert und nach Lösungen recherchiert. Aber irgendwann hat‘s ihr gereicht. Sie hat ihre Wut genommen und darüber geschrieben: über ihren Weg zur erfolgreichsten deutschen Sexbloggerin und den Kampf gegen altbackene Vorstellungen. Lachner erzählt von Bondageworkshops und weiblicher Ejakulation, Tantraseminaren, Playpartys und Pornodrehs. Und davon, wie sie als Digitalnomadin siebeneinhalb Mal um die Welt geflogen ist und dabei unter jedem Stein nach einem Zuhause gesucht und es schließlich gefunden hat – in sich selbst.

Klappentext

Am 13.09.2019 erschien “Lvstprinzip” von Theresa Lachner in einem Imprint des Aufbau Verlages. Auf 240 Seiten erzählt uns Theresa ihren ganz persönlichen Weg.
Auf dieses Buch wurde ich durch die Rezensions-Plattform “NetGalley” aufmerksam. Theresa und ihren Blog – der ebenfalls “Lvstprinzip” heißt – kenne ich schon viele Jahre. Wenn ich mich nicht täusche, habe ich zu dem Blog durch einen Beitrag über “50 Shades of Grey” gefunden. Da mir Theresas Schreibstil und ihre Erzählweise so gefallen haben wurde ich Fan. Allerdings ging die Veröffentlichung eines Buch völlig an mir vorbei und deshalb war ich dann umso überraschter das Ganze bei NetGalley zu sehen. Daher auch vielen Dank an den Aufbau Verlag und NetGalley für dieses Rezensionsexemplar.

“Lvstprinzip” ist ein Sexblog, der sich dennoch ganz besonders mit dem Thema auseinander setzt. Jedenfalls geht es mir immer so.
Da ich den Blog schon kannte wusste ich, dass mir der Schreibstil des Buches gefallen wird. Und das tat er – überraschender weise – auch.
Theresa nimmt kein Blatt vor dem Mund und schreibt dennoch nicht plump. Es ist für mich schwer das Ganze genau zu beschreiben, denn mir gefiel das Buch wirklich gut. Man flog nur so durch die Seiten und – ähnlich wie auf ihrem Blog – konnte sie mich auch immer wieder überraschen.

Sollte euch das Buch ansprechen kann ich euch nur empfehlen vorher auf ihren Blog vorbei zu schauen, da wisst ihr dann schon auf was ihr euch einlasst.

[Rezension] Never too close – Morgane Moncomble

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Es ist ein Buch aus dem New-Adult Genre, das viele aktuell in die Kamera halten und genau deshalb kam ich an diesem Buch nicht vorbei. Daher schon einmal vielen Dank an NetGalley und den LYX Verlag für das Rezensionsexemplar.

In Kürze werde ich euch noch berichten, was ich für ein “Problem” mit Büchern aus dem Genre “New Adult” habe, bzw. warum ich so kritisch diesen Geschichten gegenüber stehe. Wie mir dieser Titel gefallen hat erfahrt ihr heute.

In “Never too close” geht es um die junge Violett, welche mit ihren beiden besten Freunden in einer Wohnung wohnt und Modedesign in Paris studiert. Einer der Freunde ist der Feuerwehrmann Loan. Die beiden Protagonisten lernen sich im Fahrstuhl ihres Wohnkomplexes kennen, als dieser am Silvesterabend stecken blieb.
Als Violett dann beschließt, dass sie keine Jungfrau mehr sein will, ist es Loan den sie um diesen Gefallen bittet. Und diese Sache bringt ihre Freundschaft ins Wanken.

Das Cover des Buches sieht aus wie ein New-Adult Roman. Ich hole hier jetzt nicht wieder aus, was ich von diesen Covern halte. Nur zu diesem Titel so viel: Die Farben sind zusammen sehr stimmig und einen Türkiston haben wir eher seltener auf den Covern.

Ich muss hier keinem sagen, dass aus dieser Freundschaft von Loan und Violett mehr wird und dann die großen Gefühle mitspielen. Darauf stellt man sich ein, wenn man allein den Klappentext gelesen hat und genau das passiert auch. Es gibt – für mich – keine großen Überraschungen oder Wendungen, die mich komplett von den Socken gehauen haben.
Der Schreibstil von Morgane ist angenehm, nicht zu poetisch aber auch nicht zu stumpf. Alles in größter Ordnung und an sich auch sehr unterhaltsam.
Aber – und ja, jetzt kommt das Gemecker – man hätte dieses Buch auch abkürzen können.
Im Laufe der Geschichte kommt auch noch Clement, Violetts (mehr oder weniger) Freund, dazu. Anfangs kam er wirklich sehr bezaubernd rüber, aber ab da tauchten mehr und mehr negative Eigenschaften auf, sodass man als Leser direkt dazu gezwungen wurde ihn nicht zu mögen bzw. Violett lieber an Loans Seite zu mögen als an Clements.
Dieses Hin und Her ist ja typisch für “New Adult” Bücher, aber in diesem Titel war mir das definitiv zu viel und zu lang. Manche Konflikte waren auch für mich unnötig.
Allerdings hat eine Sache für mich den Vogel abgeschossen.

Achtung hier kommt ein eventueller Spoiler!

Gegen Ende des Buches (ich habe es größten Teils als Hörbuch gehört, deswegen würde ich sagen nach ca. 11h Hörzeit) kommt ein guter Freund von Loan ums Leben und er hat nichts besseres zu tun als Violett flach zu legen.
Als ich diese Stelle hörte, musste ich das Hörbuch ausmachen und habe fast mein Telefon aus dem Auto geworfen.
Ja, jeder geht mit Trauer anders um. Aber gerade ist ein guter Freund gestorben, das wird gefühlte 3 Sätze lang erwähnt und dann lese/höre ich wieder was von wunderschöner Haut und dunklen Brustwarzen? Nein, das ist für mich wirklich nicht taktvoll und hat mir das ganze Buch einfach nur zerstört.

Spoiler Ende!

Alles in Allem ein Buch, welches mich eine Zeit lang unterhalten hat, aber dann immer mehr ab nahm. Gegen Ende konnte ich den Titel auch nicht mehr wirklich ernst nehmen, was mir wirklich sehr leid tut. Die Geschichte hatte sehr viel Potential, welches aber in die flasche Richtung gelenkt wurde.
Für Leute, die viel Drama in Romanen mögen sicherlich ein gutes Buch. Mein Geschmack traf es nicht ganz.

[Rezension] Drachenjagd von Rayon Lasair

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In Einsamkeit geboren. Zur Mörderin erzogen. Von außergewöhnlichen Kräften beseelt.

Endlich mal wieder ein Selfpublishing Buch auf unserem Blog.
Rayon Lasair schrieb mich vor einiger Zeit an ob ich ihr Buch “Drachenjagd” – der erste Teil der Leviathan Saga – lesen möchte. Da das Cover mit dem Klappentext zusammen so interessant klangen, sagte ich zu.

Unsere Protagonistin Riva lebt in den letzten Wäldern ihres Landes in welchen die Geister noch leben, die eins die Welt beherrschten. Von ihrem Vater wird Riva durch Schießübungen zum Beispiel trainiert um außerhalb des Grundstückes zurecht zu kommen – die Grenze übertreten darf sie aber eigentlich nicht. Aber es entwickeln sich ihre eigenen Kräfte und sie verlässt das Elternhaus.
Auf der anderen Seite gibt es in diesem Buch noch Kellan, der in einem Waisenhaus in einem Armenviertel der Stadt Aridia lebt. Doch auch er bricht aus und kommt zu ungeahnten Kräften.

Es ist wirklich gar nicht so einfach dieses Buch zusammen zu fassen, ohne wirklich zu viel zu verraten.
Der Anfang war etwas holprig. Es stürzten viele Namen erst einmal auf mich ein (und ich kann mir sowas doch nicht so schnell merken) und ich musste erst einmal schauen wo ich bin und wer das alles so ist.
Das wurde aber schnell besser. Der Schreibstil der Autorin ist wirklich gut und es lässt sich alles – nach dem Beginn – einfach so weg lesen.
Ein kleiner Kritikpunkt ist, dass es in diesem ersten Teil nicht wirklich “zur Sache” kommt. Also wir verfolgen vor allem unsere Protagonisten beim Älter werden. Aber ich weiß ja nicht, worauf dies hinaus läuft. Vielleicht sage ich am Ende der Saga, dass das genau so perfekt war.

Ich bin wirklich sehr gespannt auf weitere Teile und kann euch dieses Buch nur empfehlen!

[Rezension] Weil mein Herz dich ruft – Jennifer Waschke

[Werbung] Vielen Dank an den Verlag und das Portal NetGalley für das Bereitstellen des Rezensionsexemplares.

Cover “Weil mein Herz dich ruft” aus dem Forever by Ullstein Verlag

Kann etwas falsch sein obwohl es sich so richtig anfühlt?

“Weil mein Herz dich ruft” wurde von Jennifer Waschke geschrieben und in dem Forever Imprint von Ullstein veröffentlicht. Wer schon länger meinen Blog liest oder auch ein bisschen die Augen bei diesem Imprint hatte wird gemerkt haben, dass “Forever by Ullstein” öfter LGBT Romane raus bringt. Das ist wirklich großartig, denn es ist immer noch wichtig diese Themen “massentauglich” zu machen.

Auf 269 Seiten konnte mir die Autorin einen gefühlvollen und wirklich sehr schönen Coming of Age Roman präsentieren und ich bin sehr froh spontan dieses Buch angefragt zu haben.

Mittlerweile kommen ja immer mehr Bücher mit einem männlichen Liebespaar heraus – was großartig ist, keine Frage – aber lesbische Paare gehen da leider etwas unter. Klar gibt es dafür auch die kleinen, passenden Verlage, aber ich rede von den Großen. Die, die eine große Masse erreichen können. Deshalb habe ich mich gefreut einen Roman mit einem lesbischen Paar lesen zu können.
Der einzige Kritikpunkt ist das Ende, das ging mir leider viel zu schnell.

Alles im Allen ein wichtiges und gutes Buch, welches ich nur empfehlen kann!